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Rocco Mondello, 21 Jahre, DTB, 1. Semester
Warum hast du dich für das Doppelstudium zum deutsch-italienischen Recht an der Universität zu Köln und der Università degli Studi di Firenze entschieden?

Urspünglich verfolgte ich das Ziel, an der Universität zu Köln Rechtswissenschaften „erste Prüfung“ zu studieren. Bei der Bewerbungsphase ist mir der neue Deutsch-Italienische Studiengang Rechtswissenschaften LL.B. (Köln/Florenz) gleich ins Auge gesprungen, da mir vorher nichts über denselben bekannt war. Da war für mich klar, ich muss mich bewerben. Die Möglichkeit meine Kultur, Sprache und Studienwunsch insgesamt zu verbinden, war für mich ausschlaggebend. So begann ich im Wintersemester 2015/2016 das Studium der deutsch-italienischen Rechtswissenschaften. Anschließend schrieb ich mich im Sommersemester 2016 in den Staatsexamensstudiengang ein, um letztendlich auch die juristische Vollbefähigung in Deutschland zu erzielen.

Wie lassen sich die beiden Studiengänge vereinbaren?

Das funktioniert gut. Die Verbindung der beiden Studiengänge ist bereits in das Studienprogramm der deutsch-italienischen Rechtswissenschaften eingebunden. So belegt man im Kölner Abschnit (Semester 5-8) alle zur Ablegung des Grundstudiums der Rechtswissenschaften „erste prüfung“ nötigen Kurse und muss nach Abschluss des Bachelorstudiengangs wenige weitere Zulassungsvoraussetzungen erfüllen, um sich für das erste Staatsexamen anmelden zu können.

Wie läuft das Studium nach dem Bachelor weiter?

Zu Beginn des Studiums muss eine Einschreibung in den florentinischen Studiengang Laurea Magistrale in Giurisprudenza italiana e tedesca erfolgen. Nach Abschluss des Bachelors hat man nach erfolgreichem Ablegen einiger weniger Klausuren an der Universität zu Köln die Möglichkeit, die italienische Tesi, eine Art Masterarbeit zu verfassen, mit der der italienische Grad der laurea angestrebt wird. Mit diesem kann man in Italien Anwalts- und Richterschulen besuchen, um die Befähigung zu den entsprechenden Professionen zu erhalten.

Wie hast du das Studium finanziert?

Glücklicherweise war ich einer der ausgewählten Stipendiaten des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, dem ich für die Föderung größten Dank ausspreche. Die Förderung hat die Finanzierung des Studienaufenthaltes erheblich erleichtert. Im zweiten Auslandsjahr habe ich die Förderung des Erasmus+ Programms in Anspruch genommen. Darüber hinaus unterstützen mich meine Eltern und Familie seit Tag eins in der Verfolgung meines Ziels.

Wer hat das Stipendium für dich organisiert?

Gleich beim ersten Informationsgespräch mit dem Wissentschafltichen Mitarbeiter Herr Nucera war dies Thema. Herr Nucera riet mir, eine Bewerbung für das Stipendium einzureichen, die letzlich auch Erfolg hatte.

Was war deine schönste Erfahrung/dein schönstes Erlebnis im Studium?

Meine schönste Erfahrung war der Moment als ein Kommilitone an mich trat und mich fragte, ob wir nicht einen Studierendenverein zum Studiengang Deutsch-Italienische Rechtswissenschaften LL.B. (Köln/Florenz) gründen möchten. Die Idee hat mich sehr angesprochen, denn dadruch bekam ich die Möglichkeit, aktiv an der Verbreitung und dem Entwicklungsprozess des Studiengangs aber auch der Studierenden teilzunehmen. Das Gefühl, etwas zurück geben zu können erfreut mich dabei am meisten.

Welcher Ort ist dein Lieblingsort in Köln/Florenz?

In Florenz ist mein Lieblingsort das Caffé Paszkowski, das direkt auf der Piazza della Repubblica belegen ist. Der Ausblick auf den Platz und die darumstehenden Gebäude ist einzigartig. In Köln gefällt mir Rheinpark sehr, den man sehr gut entlanglaufen kann.

Was wolltest du Professor Caponi und Cappellini und Professor Mansel immer schon sagen?

Vielen Dank! Ohne Ihre Vision, ohne Ihr Engangement und ohne Ihre wertvolle Arbeit wäre dieser Studiengang nie gegründet worden.

Würdest du dich für das Programm noch einmal entscheiden?

Ja, definitiv. Ich bin sehr überzeugt von dem Studiengang und die Idee meine heimatliche Identität vertiefen zu können und zugleich das von mir angestrebte Studium verfolgen zu können ist für mich ausschlaggebend.

Wo siehst du dich in 10 Jahren?

In Deutschland oder in Italien, alles ist möglich. Möglicherweise werde ich meine zukünftige Tätigkeit auf das Rechtsgebiet des Luft- und Weltraumrechts spezialiseren.